1913 Schloss Pückler in: Rogau Rosenau (Rogow Sobocki) |
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Die Postkarte zeigt das Schloss des Reichsfürsten Graf von Pückler, auf Rogau-Rosenau, sowie die katholische Kirche des Orts. Mit welchen der manigfaltigen Angehörigen der Fürstenfamilie Pückler das Schloss in Rogau-Rosenau in Verbindung gebracht werden muß, konnte bisher nicht eindeutig festgestellt werden. Die Chronik von Rogau Rosenau weist darauf hin, dass 1792 Graf Erdmann III.von Pückler und Freiherr von Gröditz in Rogau Rosenau geboren wird. Seine Familie endet mit dem Sohn Graf Erdmann IV.von Pückler im Jahr 1888. Dieser ist zwar verheiratet, besitzt aber keine Kinder.. Nach den Angaben des Güteradressbuchs von 1937 befindet sich das Schloss seit 1852 im Familienbesitz und ist 1937 im Besitz von Wilhelm August Graf von Pückler auf Schedlau und Rogau Rosenau. |
Zeit | Besitzer | Bemerkung |
1450 | Heinze von Reichenbach | Erbherr von Klettendorf und Rogau .. ein gemauerter Gutshof mit Turm, umgeben von einem Wassergraben entsteht. Mit seinem Enkel Dipprand von Reichenbach stirbt 1554 oder 1555 die Rogauer Linie aus. Das Gut fällt den drei Töchtern Dipprands zu die verheiratet von Tschech, Tschischewitz und Gellhorn hießen. |
1558 | Ernst von Gellhorn | zu Alten Grottkau .. das Schloss wird umgebaut, es entsteht der Westflügel. .. im 30 jährigen Krieg (1618-1648) brennt es ab, wird aber in seiner ursprünglichen Form bald wieder aufgebaut. |
1765 | Familie Schickfuss | .. Napoleonische Befreiungskriege 1813-1815 (1813 Seegnung des Lützowschen Freiheitscorps in der ev.Kirche) |
Hier beginnt das Durcheinander .. | ||
1829 | Familie Pückler | .. um 1829 wird Familie Pückler Besitzer des Schlosses in Rogau Rosenau Quelle Bild: Zamek w Rogowie ..................... welcher Pückler ??? |
1852 | .. Familienbesitzt von Pückler seit 1852. Quelle schlesisches Güteradressbuch 1937 ....... vorher kein Familienbesitz ??? |
1792 | Graf Erdmann III. von Pückler und Freiherr von Groditz |
1832 | Graf Erdmann IV. von Pückler |
1851 | Maximilian Graf von Pückler zu Rogau Rosenau Quelle: Adressbuch des schlesischen Grundbesitzes 1910 (Rogau Rosenau) |
* 1851 | ||
1921 | ||
oo unbekannt | Helene Pauline Charlotte Gräfin von der Schulenburg (18661927) | |
Kinder: | unbekannt | |
Rittergutsbesitzer zu Rogau bei Breslau: Kgl. Hofmarschall a. D., Major a. D. Rittmeister a. D., Hofmarschall Wilhelms II., später auch Oberküchenmeister; zuletzt 'Wirklicher Geheimer Rat' (= Geheimrat) |
xxxx | Wilhelm August Graf von Pückler auf Schedlau und Rogau Rosenau Quelle: schlesisches Güteradressbuch 1937 (Rogau Rosenau) |
* unbekannt | ||
unbekannt | ||
oo 19.07.1924 in Löwenbruch | Hedwig "Hedda" Johanna Susanne Margarete Klothilde von dem Knesebeck * 04.04.1900 Kassel, Hessen, Deutschland unbekannt Vater: Achaz von dem Knesebeck, * 08.08.1867 Löwenbruch, unbekannt Mutter: Nelly von Elpons, * 27.01.1878 Thorn, unbekannt |
siehe auch: | https://de.wikipedia.org/wiki/Rog%C3%B3w_Sob%C3%B3cki |
Das Schloss des Fürsten Pückler in Rogau Rosenau nach dem 2.Weltkrieg. |
Schloss (ehemal. Wasserburg) In der Mitte des Ortsteils Rogau. Besitzer: Graf Pückler. Familienbesitz seit 1852, Baugeschichte: Seit 1450 wird Heinze von Reichenbach als Erbherr von Klettendorf und Rogau genannt. Mit seinem Enkel Dipprand (+1554 od.55) starb die Rogauer Linie aus. Das Gut fiel der 3 Töchtern Dipprands: verm. von Tschech, Tschischwitz und Gellhorn zu. 1558 erkaufte es Ernst von Gellhorn zu Alten Grottkau. Bis in die 1.Hälfte des 18.Jhs. saßen die Gellhorns auf Rogau. Die durch einen modernen Um- bau verdeckten älteren Bauteile [hakenförmige Anlage] deuten auf einen ersten Bau- vorgang aus der 2.Hälfte des 16.Jhs. Veranlassung dürfte der Besitzübergang an die Gellhorns gewesen sein. 1572 schrieb Friedrich v. Gellhorn auf Rogau an Heinrich von Senitz, Hauptmann von Strehlen, er habe dem Scholzen von Senitz den Baw alhir verdingt und bittet nun Senitz zu verlassen, daß der Scholz den Bau fertig machen und ein tag oder etzlich alhier beim abbinden sein möchte, Ob der fragliche Bau der Schloßbau ist, geht aus dem Schreiben nicht mit Sicherheit hervor. Im 30- jährigen Krieg wurde das Gut Rogau geplündert und niedergebrannt. 1640 berichtet Joachim v. Nimitz: daß Gutt Rogau ganz in der Asche lieget und daß wüste Gutt Rogau. Das Gut dürfte bald danach wieder aufgebaut worden sein. Um 1760/80 innerer Ausbau des Schlosses. Alte Ansicht des Gebäudehofes auf einer Porzellantasse von 1813 im Scloss: zweiflügelige Anlage mit Arkaden und umlaufender Holzgalerie. Eine größere Erweiterung erfuhr das Scloß um 1860: langestreckter Anbau auf der N-Seite, ferner Anbauten im W (Turm), S und O (Treppentürmchen). Dabei wurden die Fassaden durch einheitliche Ausschmückung mit Neurenaissancegiebeln dem Alt- bau angeglichen. 1913 Innenveränderungen, vor allem der Turmhalle. |
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